Nach längerer Pause melden sich die enfant terribles der Salzburger Musikszene mit dem unschlagbaren Namen The Helmut Bergers wieder lautstark zurück. Auf ihrem neuen Album "Abracadabra" (Las Vegas Records) servieren sie uns laut Selbstdefinition einen "Mish-Mash" all ihrer Einflüsse und Vorlieben als ewiges Gerangel zwischen Begierden, Abstürzen, Weltschmerz und Hedonismus. (Didi Neidhart)

The Helmut Bergers

Die 2011 gegründete Band "The Helmut Bergers" hat sich nicht nur einen schillernden Namen ausgesucht, der an sich schon Assoziationen zu einem gewissen Lifestyle herstellt, welchen man sich als Mix aus Arroganz, Großmäuligkeit, Scheiß-mir-Nix-Attitüde gepaart mit Totalabsturz und Gossenglamour vorstellen kann.

Weit entfernt sich nur auf die verloren Dekaden einer ganz speziellen Dekadenz zu verlassen, sind ihre Vorlieben für Post-Punk, Indie-Rock, Synthie-Pop, Electro sowie Rave weniger von Nostalgie geprägt, als vielmehr von klar durchdachten Arrangements, Rhythmen und Melodien, die Lust auf mehr versprechen möchten. Selten um eingängige Hooklines, "Mantra-schwere" Refrains und kleine Soundeinfälle verlegen, erschaffen sie dabei kleine Dramen und Komödien über emotionale Ausnahmesituationen und dem "Aufruhr der Gefühle".

Frei nach dem Motto "Alles darf, nichts muss." trifft auch diesmal wieder augenzwinkerndes Understatement auf großes Pop-Pathos, Nichtstun auf Unruhe und Rock’n’Roll auf Rave. Wobei die für die Band so typische Grundhaltung "kühl, lasziv, sexy” auch diesmal, vor allem auf eine ganz spezifisch aufgekratzte Melancholie zurückzuführen ist.

Anders gesagt: Es wird ausgelassen zu den Nachwehen euphorischer Party-Nächte getanzt und trotz Brummschädel weiterhin und beharrlich "Wir sind durstig" geschrien.

ZWANZGA

Ausgestattet mit einer Gitarre und seinem schiefen Maul reißt Lucas Gerstgrasser alias ZWANZGA einen Spalt zwischen alter und neuer Welt. Dabei klingt er butterwaach und doch aggressiv - wie ein Pastis in der Nachmittagssonne. Veredelt wird das Ganze live von Didi Neidhart am Minimal-Schlagzeug. Rumpelnd und irgendwie dreckig. Immer wieder lassen die beiden dunkle Wolken aufziehen:

»Wo du ah stehst / I kånn di nimma sehn / Wü di ah nimma sehn / Bei mir.« So tönt es aus der Antihymne »Es is ma wuascht« und gewährt einen Blick ins Spiegelkabinett des Lebens. Untergehen war noch nie so schön.

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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