Mit dem Aufruf „Alle Tiere sind gleich“ starten die Schweine mit allen anderen Tieren des Bauernhofes eine Revolution. Old Major, der Anführer der Tiergemeinschaft, fordert sie auf, gegen ihre menschlichen Ausbeuter zu kämpfen. Die Revolution gelingt. Die Hofbesitzer*innen werden verjagt und die Vision, frei und gleich zu sein, scheint zum Greifen nah. Doch als Old Major stirbt, übernehmen die zwei dominanten Schweine Napoleon und Schneeball die Führung. Schon bald stellt sich heraus, dass die beiden ihre Macht missbrauchen, indem sie sich Privilegien zuschanzen und die Positionen an der Spitze einer neuen Gesellschaftsordnung beanspruchen. Was als Utopie der Freiheit begann, wird schnell zu einer Form der Diktatur. Denn die Schweine fügen dem Gesetz der Gleichheit eine Ergänzung hinzu, die das gemeinschaftliche Projekt zerstört: „Manche Tiere sind gleicher als andere.“

George Orwell veröffentlichte „Animal Farm“ 1944 als Warnung vor dem Stalinismus. In Form einer Fabel schildert er hellsichtig und schonungslos die Verführbarkeit und Korrumpierbarkeit des Menschen. Auch über 80 Jahre nach seiner Veröffentlichung ist „Animal Farm“ ein so aktueller wie entlarvender Text über die Natur des Menschen. Warum wiederholen sich die Systeme der Macht immer wieder? Warum werden die demokratischen Werte, die auf Freiheit und Gleichheit beruhen, auch heute wieder angezweifelt? Der Regisseur Jonathan Heidorn, der zuletzt Kafkas „Prozess“ sowie „Wolf“ von Saša Stanišic am Landestheater inszenierte, wird mit seinem Ensemble den berühmten Bestseller für die Gegenwart adaptieren und dabei eine mögliche Utopie für unsere Zukunft entwerfen.

ALTERSEMPFEHLUNG:

Ab 14 Jahren

Mitwirkende

Tobias Artner
Caroline Baas
Marthe Lola Deutschmann
Michael Scherff

Inszenierung
Jonathan Heidorn

Bühne und Kostüme
Thorben Schumüller

Dramaturgie
Sabrina Hofer

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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