Anfang der 1920er Jahre besucht Joseph Roth, der 1894 in Brody nahe Lviv in der heutigen Ukraine geboren wurde, nach Jahren wieder einmal seine alte Heimat Galizien. Über diese Reise berichtet er in der Berliner Zeitung: „Manchmal wird eine Nation modern. Nun sind es die Ukrainer.“ Gut hundert Jahre später reist das Volkstheater auf Joseph Roths Spuren nach Lviv und zeigt dort wie in Wien eine internationale Koproduktion – eine Revue gegen den Krieg, gegen Düsternis und Verzweiflung.

„Interessant ist das Phänomen, dass eine Nation, sobald sie ihre Selbständigkeit verliert, in den Operetten und Varietés zu herrschen beginnt“, schreibt Roth weiter und prägt in diesem Text den Begriff der „Ukrainomanie“. Aus seinen Zeilen spricht mehr als nur der sarkastische Witz eines exzellenten Feuilletonisten, der wenig später mit Bestsellern wie „Das Spinnennetz“ und „Hotel Savoy“, „Radetzkymarsch“ oder „Hiob“ zum gefeierten Porträtisten einer Welt und eines Daseins zwischen Krieg und Schein-Frieden avancieren sollte.

Aber wer war der 1894 geborene Roth wirklich? Schon am 30. Mai 1939, als er im Pariser Exil begraben wurde, herrschte an seinem Grab Uneinigkeit, ob hier ein Jude oder ein Christ, ein Monarchist oder ein Sozialist, ein Menschenfeind, ein großer Realist oder nur ein Alkoholiker zu ehren war. UKRAINOMANIA – das wird die Revue seines Lebens, ein Pandämonium, bevölkert mit Überlebenskünstler:innen, „Hotelpatrioten“ und anderen Figuren aus Joseph Roths Werk. Ein zwischen Galgenhumor und Trauer balancierender Dialog zwischen Ost und West, zwischen Ensembles aus Lviv und Wien.

Die Inszenierung UKRAINOMANIA von Jan-Christoph Gockel ist eine Produktion des Volkstheater Wien in Kooperation mit dem Nationaltheater Maria Zankovetska, Lviv. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und peaches&rooster.

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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