Quelle: OETicket


Die Dressur der Liebe – Fünfzehn Jahre, das sind 5.475 Tage voller geteilter Kaffeetassen, schweigender Frühstücke und der schleichenden Gewissheit, den anderen in- und auswendig zu kennen. Oder ist das die eigentliche Lüge?

Gilles kehrt nach einem Unfall mit einer Amnesie nach Hause zurück – eine weiße Leinwand, auf die Lisa nun ihre Version ihrer gemeinsamen Geschichte malt.

Ist es Rettung oder Manipulation? – In einer Welt, die heute mehr denn je nach „Authentizität“ schreit, stellt uns dieses Stück eine unangenehme Frage: Wie viel Fiktion braucht eine Ehe, um nicht an der nackten Realität zu zerbrechen? Wir optimieren unsere Körper, unsere Karrieren und unsere Social Media-Profile – warum nicht auch die Erinnerungen des Partners, wenn die echte Vergangenheit zu schmerzhaft oder schlicht zu langweilig geworden ist?

Das Schlafzimmer als Gerichtssaal – Lisa und Gilles führen keinen Dialog, sie führen ein Verhör. Wer kann Besitzanspruch auf die Wahrheit erheben? Wer hat die Macht über die Geschichte? Wer entscheidet, ob diese Ehe glücklich war? Schmitt zeigt uns das Paar als zwei Boxer, die sich so gut kennen, dass sie genau wissen, wo es besonders wehtut.

Während diese beiden Menschen versuchen ihre Trümmer neu zusammenzusetzen, fragen Sie sich vielleicht: Lieben wir den anderen wirklich so, wie er ist, oder nur die Geschichte, die wir über ihn erzählen?

Darsteller*innen: Katja Nessizius, Reginald Bittner
Regie & Dramaturgie: Estera Stenzel

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

Das könnte auch interessant sein

Quelle: OETicket
Kleine Eheverbrechen
Quelle: OETicket
Kleine Eheverbrechen