Publikumsliebling und Charakterdarstellerin Adele Neuhauser erinnert sich gemeinsam mit Christian Reichhold und Regina Nassiri an die Highlights ihres bisherigen Schaffens und gibt Einblicke in zukünftige Rollen und Pläne.

Es gibt sie, die Einzigartige. Bei ihr reichen sich bemerkenswertes Talent, unvergleichliche Ausstrahlung und authentisches Menschsein die Hand. In ihr toben Stürme und gleichzeitig lässt ihr strahlendes Lachen jeden Sommertag verblassen. Ihre Figuren sind wild und selbstbestimmt, zerbrechlich und gleichzeitig unzerstörbar, manchmal in sich gekehrt, aber immer blitzt da auch noch eine ihr innewohnende Komödiantik durch.

Adele Neuhauser schafft es in all ihren Darstellungen kaleidoskopisch bunt und unvorhersehbar zu bleiben und doch nimmt sie ihr Publikum immer bei der Hand. Woher nimmt sie diese Gabe? 2019 lässt sie sich in ihrer Autobiografie "Ich war mein größter Feind" in die Karten schauen. Aus Griechenland als Kind entwurzelt, eine zerrissene Familie, ein schwerer Kampf gegen die inneren Dämonen, aber offenbar ein tiefer Wille, durchzuhalten, niemals aufzugeben. Diese Kraft gibt sie ihren Figuren mit, ob es die eigenwillige, urkomische Julie Zirbner in "Vier Frauen und ein Todesfall" ist, die sie in kürzester Zeit in die Herzen der Zuschauer:innen Österreichs katapultierte, oder die Transfrau Josefa Beckmann in "Ungeschminkt", die nach dem Tod der Mutter ins Dorf zurückkehrt und dem alten Leben ins Gesicht blicken muss – eine Rolle übrigens, für die Adele Neuhauser 2025 den New York Festivals TV & Film Award in Gold in der Kategorie "Best Performance by an Actress" erhielt. Und dann ist da die Bibi Fellner.

Betrachtet man Adele Neuhausers bewegtes Leben, hört man ihr zu, wenn man das Geschenk eines Kaffeeplausches mit ihr bekommt, dann kann man nicht anders, als denken: Diese Figur ist die Essenz. Das ist sie, von Mephisto bis Maria Callas, von "Doctor's Diary" bis zur "letzten Walküre", von der überraschenden Nebenrolle in "Love Machine" bis zum Cameo-Auftritt in "How to Be Normal and the Oddness of the Other World", von der suizidalen jungen Frau zur Frau mit unbändiger Lebensneugier, von der Mutter zur Großmutter. Es ist immer alles alles da. Adele Neuhauser macht sich die Lebensenergie zu eigen und transformiert sie zu all diesen Figuren, mit denen sie ihr Publikum immer aufs Neue überrascht und begeistert. Sie ist eine Große ihrer Generation – und nicht zuletzt ein ganz besonderer Mensch.

Text: Katharina Schenk

In Zusammenarbeit mit ORF III und dem Multimedialen Archiv des ORF.

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

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