Ein spätes Debüt? In Martha Argerichs Leben gibt es kein «spät», sie wirkt zeit- und alterslos, spielt in ihren 80ern mit jenem Feuer, das sie sich ein Leben lang wie durch Magie erhalten konnte. Das verbindet sie mit Rudolf Buchbinder, die beiden kennen einander seit Wiener Studienjahren. Während sie das Glück hatten, als lebenslang befreundete Zeitgenossen füreinander stets nur Bewunderung zu hegen, plagte den jungen Johannes Brahms «der Schatten Beethovens». Beethovens B-Dur-Klavierkonzert vereint Spielwitz, Widerborstigkeit und auch lyrische Momente. Bei seiner herrlich süffig-schwermütigen e-Moll-Symphonie war Brahms längst aus dem Schatten seines übermächtigen Vorbildes getreten. Ganz und gar nicht im Schatten ihrer männlichen Kollegen stand die französische Komponistin Louise Farrenc. Ihre Werke wurden veröffentlicht und aufgeführt, darunter die zweite ihrer Ouvertüren für Orchester, mit der die Münchner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Lahav Shani den Konzertabend eröffnen: ein mitreißendes Werk einer selbstbewussten, erfolgreichen Frau, deren Musik heute wieder vermehrt in den Konzertsälen der Welt zu hören ist.

Besetzung

Orchester Münchner Philharmoniker
Dirigent Lahav Shani
Klavier Martha Argerich

Programm

Louise Farrenc
Ouvertüre für Orchester Nr. 2 Es-Dur op. 24

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19

Johannes Brahms
Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Eventdaten bereitgestellt von: oeticket

Das könnte auch interessant sein

Philharmonix & Birgit Minichmayr - Peter und der Wolf