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Eine Meditation
Von und mit Otmar Wagner

In seiner ersten Arbeit am Theater am Werk erschafft der Performancekünstler Otmar Wagner eine performative Wellness-Zone mit Bett und künstlichem Himmel, in der schwebende Klänge, stille Gesänge und poetischer Widerstand entstehen.

Stellen Sie sich ein Floß vor, das auf einem Fluss aus Scheiße, Schönheit und Geld gemächlich in ein vollkommen verseuchtes Meer treibt. Stellen Sie sich vor, auf dem Floß befindet sich ein Mensch, der sich Wachs in die Ohren stopft, um seine hohlen Organe zu schützen, während er mit seinem Schwindel und seinem Gleichgewicht kämpft. Stellen Sie sich vor, dieser Mensch ist nicht allein, denn Sie sind Teil der Besatzung. Gemeinsam fließen Sie dahin, verirrte Otolithen im Ohr.

Otmar Wagner kreiert eine performative Wellness-Zone, ein offenes Environment, in dessen Zentrum ein Bett steht. Im Bett liegend schaut er in einen fiktiven Himmel, der Himmel schaut zurück. Il cielo in una stanza. Grundtöne oszillieren, Gedanken schwanken durch den Raum, verkriechen sich in der Tiefkühltruhe, entleeren sich im Urinal. Der Künstler exorziert einen gleichförmigen, nahezu stillen Gesang über sich selbst und das, was ihn umgibt. Drohnen heben ab und singen mit. Aus anthropofugaler Perspektive zeigt sich das ganze Ausmaß des Bemessens, Vermessens, der Anmaßung und der Vermessenheit, also all das, was die persönlichen, gesellschaftlichen und philosophischen Fragen seiner Restbiografie flankiert.

Angesichts der aktuellen Lage verabschiedet sich Otmar Wagner von diskursiven, essayistischen Strategien. Als programmloser Aufstand gegen die durch Technologie und Politik verursachte Unterdrückung all jener schöpferischen Ausbrüche und Ausdrücke, die ein sensibler Mensch zuseinem Leben braucht, wendet er sich einem subtextuellen Verfahren zu, in dem sich Kunst in ambivalenter, vergifteter Schönheit zeigt und zweckbefreiten, hybriden Un-Sinn stiftet.

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