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Seit mehr als zwanzig Jahren gehören die Schwestern Bianca Casady und Sierra Casady zu den prägendsten Stimmen der experimentellen Pop-Avantgarde. Mit ihrem Projekt CocoRosie haben sie eine eigenwillige Klangwelt geschaffen, die bis heute zahlreiche Künstler:innen inspiriert und beeinflusst hat.

Auf ihrem achten Studioalbum "Little Death Wishes", das im März 2025 erschien, entfalten CocoRosie ein vielschichtiges Panorama aus den kleinen und großen Sehnsüchten des Lebens. In kaleidoskopischen Songs erzählen sie von der generationenübergreifenden Widerstandskraft von Frauen, von den zerrissenen Realitäten ihres Lebens und von der zerbrechlichen, zugleich kostbaren Natur des Menschseins. Es geht um das Unrecht, das Liebe mitunter hervorbringen kann – und um den vielleicht größten Wunsch von allen: ungebrochen zu bleiben.

An der Schwelle zwischen Abschied und Neuanfang steht der existenziellste Song des Albums: "Cut Stitch Scar". Geschrieben von Bianca Casady während einer Phase tiefen Liebeskummers, kreist das Stück um den schwierigen Beginn des Trauerns. Musikalisch bewegt es sich zwischen fragiler Zurückhaltung und intensiver Verdichtung. "‘Cut Stitch Scar’ berührt den Kern unserer eigensinnigen Menschlichkeit sowie die prekäre und zugleich kostbare Natur des Daseins", lassen die beiden Musikerinnen tief blicken.

"CocoRosie ist seit so vielen Jahren der Mittelpunkt unseres Lebens", sagt Bianca Casady. Im Laufe ihrer Karriere wurden die Schwestern gleichermaßen infantilisiert wie verehrt, fetischisiert wie gespiegelt. Doch CocoRosie sind stets ihren eigenen, kompromisslosen Weg gegangen – und haben dabei die rauesten, verletzlichsten und zärtlichsten Facetten menschlicher Erfahrung hörbar gemacht.

Diese einzigartige künstlerische Handschrift bringen sie auch im Juni 2026 wieder auf die Bühne(n) – u.a. im Wiener WUK, wo ein ebenso außergewöhnlicher wie intensiver Konzertabend zu erwarten ist.

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